Künstlerischer Leiter

Sebastian Adelhardt

(seit 2017)

Sebastian Adelhardt wurde in München geboren. Er studierte katholische Kirchenmusik und das künstlerische Hauptfach Chordirigieren an der Hochschule seiner Heimatstadt. Zu seinen Lehrern zählen Michael Gläser, Christoph Adt, Harald Feller, Max Frey, Denis Rouger, Dan Olof Stenlund, Jos van Feldhoven, Stephen Cleobury, Stefan Parkman  und Anders Eby.

Er arbeitete in Konzert, auf Kursen und Wettbewerben mit bedeutenden Ensembles zusammen (z. B. mit dem Niederländischen Kammerchor, den Münchner Symphonikern, dem Münchner Kammerorchester, der Camerata Bern).

Von Januar 2006 bis Juli 2012 war er Kirchenmusiker in St. Martin/Moosach, der größten Pfarrei der Erzdiözese München/Freising. Dort begründete er die Tradition der „Moosacher Chornacht“.

Im Sommer 2003 gründete Adelhardt das ensemble soluzione & consort, eine auf Barock- und zeitgenössische Musik spezialisierte Gruppe von Sängern und Instrumentalisten, und ist dessen künstlerischer Leiter.

Seit August 2012 ist er Chordirektor und Kapellmeister an der ältesten Münchner Stadtkirche St. Peter.

Philipp Amelung

(von 2006 bis 2016)

Philipp Amelung zählt zu den vielseitigen Chor- und Orchesterdirigenten seiner Generation. Er begann seine musikalische Laufbahn bereits mit acht Jahren im Tölzer Knabenchor. Nach dem Abitur studierte er Gesang, Chorleitung sowie Orchesterdirigieren. Die beiden letztgenannten Studiengänge schloss er mit der Meisterklasse ab.

Philipp Amelung dirigierte eine Vielzahl von Orchestern, so z. B. die Münchner Symphoniker, die Karlsbader Symphoniker oder die Mährische Philharmonie Olmütz. Außerdem verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Barockorchestern. Im Jahr 2000 war er Mitbegründer des Ickinger Konzertzyklus, in dessen Rahmen er pro Jahr zentrale Werke jeweils eines Komponisten aufführt. So dirigierte er dort u. a. die fünf Klavierkonzerte von Beethoven, das Deutsche Requiem von Brahms mit dem Münchener Bachchor, Bachs Matthäus-Passion, Franz Schuberts Unvollendete und seine “Große” C-Dur Sinfonie, Händels Judas Maccabäus, Mozarts Requiem und die c-moll-Messe sowie Schumanns Rheinische. Im Jahr 2002 wurde er von Bruno Weil als Assistent Conductor zu seinem Carmel Bach Festival eingeladen. Mit Mozarts “Don Giovanni” und “Die Hochzeit des Figaro” empfahl sich Philipp Amelung 2005 und 2006 in Spanien als Operndirigent.

Geprägt durch sein theologisches Elternhaus gilt seine Vorliebe der geistlichen Literatur. Bereits vor dem Studium gründete er das Vokal-Ensemble Icking, mit dem er Oratorien von Bach bis Verdi aufführte. Daher war für ihn die Berufung zum kommissarischen Leiter des Münchener Bach-Chores von 2001 bis 2005 künstlerisch prägend. Neben eigenen Konzerten mit dem renommierten Ensemble, übernahm er Einstudierungen u. a. für Peter Schreier, Oleg Caetani und Bruno Weil.

Von 2001 bis 2005 hatte Philipp Amelung einen Lehrauftrag für Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München inne. Im Herbst 2005 wurde ihm die Leitung der Schola Cantorum Leipzig übertragen, mit der er Konzertreisen nach Spanien, Polen, Frankreich, Italien, in die Slowakei und in die USA unternahm. Von 2006 bis 2011 war er außerdem Leiter des Leipziger Vocalensembles, ein von Thomaskantor Georg Christoph Biller 1976 gegründeter Kammerchor, mit dem er regelmäßig die traditionelle Motette der Thomaskirche Leipzig gestaltete sowie jährlich an gleicher Stelle das Bachsche Weihnachtsoratorium aufführte. Auch 2006 wurde er zum künstlerischen Leiter des Kammerchores München berufen. Mit diesem professionellen Ensemble debütierte er im Juni 2007 mit Händels Judas Maccabäus im Münchner Prinzregententheater. Nach weiteren Auftritten, u. a. in Italien, erhielt das Ensemble gemeinsam mit seinem künstlerischen Leiter für den Sommer 2009 eine Einladung zum renommierten Herrenchiemsee-Festival, dem im Anschluss sofort eine Wiedereinladung für Juli 2010 folgte.

Im April 2011 trat Philipp Amelung das Amt des Universitätsmusikdirektors der Eberhard Karls Universität in Tübingen an.