
Gubaidulina: Sonnengesang / Brahms: Ein Deutsches Requiem (Londoner Fassung)
20.11.2011, 17.00 in St. Benedikt Ebenhausen
Sebastian Klinger - Cello
Tobias Stork und Jean Muller - Klavier
Stefan Blum und Dieter Pöll - Schlagwerk
Kammerchor München
Leitung: Philipp Amelung
Münchner Merkur, 06.09.11
Von Leipzig nach Tübingen
Icking - Den Sänger, Chorleiter und Dirigenten zieht es wieder in den Süden. Am 23. Oktober eröffnet er den 11. Ickinger Konzert-Zyklus.
Für den gebürtigen Ickinger Philipp Amelung (37) heißt es noch in diesem Spätsommer Umzugskisten packen. Nach sechs Jahren als Chorleiter der „Schola Cantorum“ in Leipzig zieht es ihn jetzt nach Tübingen. Dort übernimmt der Gründer des „Vocal Ensemble Icking“ und Initiator des Ickinger Konzert-Zyklus ab Oktober den Posten als Universitätsmusikdirektor der Eberhard Karls Universität. Unsere Mitarbeiterin Bettina Sewald erwischte den Sänger, Chorleiter und Dirigenten zwischen Tür und Angel.
Herr Amelung, der Umzug von Leipzig nach Tübingen markiert einen weiteren Schritt auf Ihrer musikalischen Karriereleiter. Was erwartet Sie in der malerischen Universitätsstadt am Neckar?
Zwei hochmotivierte Ensembles, bestehend aus Chor und Orchester, mit denen ich Literatur aus allen Epochen aufführen kann. Außerdem ein nettes universitäres Umfeld, von dem ich bereits im vergangenen Sommersemester sehr nett aufgenommen wurde.
Sie haben sich in Leipzig, wie schon zuvor in München und Ihrer Heimatgemeinde Icking, einen Namen gemacht und sicher viele Freunde gefunden. Fällt Ihnen der Abschied schwer?
Natürlich gehe ich auch mit einem weinenden Auge. Diese Stadt sprießt vor Kultur. Das war und ist sehr animierend. Außerdem habe ich mit meinen beiden Leipziger Chören eine Reihe von wunderbaren Auftritten und Konzertreisen absolvieren dürfen, daher ist eine enge Bindung an die Stadt und die Leute entstanden, die ich durchaus nicht ohne Wehmut aufgebe. Aber das ist ja auch schön, und in Tübingen erwartet mich eine so reizvolle Aufgabe, dass ich den Wechsel doch gerne vollzogen habe.
Wenn Sie nun wieder näher an Ihrer Heimat wohnen, werden wir Sie dann auch wieder öfters hier erleben können?
Auf alle Fälle, beispielsweise am 16. Oktober im Münchner Prinzregententheater mit einem Werk, das der Kammerchor München anlässlich des 10. Jahrestages von 9/11 dem amerikanischen Komponisten Randall Svane in Auftrag gegeben hat. Ich kann diesen Abend wirklich sehr empfehlen. Erfreulicherweise hat sich das Amerikanische Generalkonsulat in München bereit erklärt, die Schirmherrschaft zu übernehmen und die Musik ist meines Erachtens dem Anlass sehr angemessen und würdig. Nach der Pause sind dann noch Motetten von Johann Sebastian Bach zu hören. Und ab dem 23. Oktober stehen in Icking wieder neue Konzerte im Rahmen des seit elf Jahren erfolgreichen Ickinger Konzert-Zyklus ins Haus.
Welcher Komponist steht heuer im Fokus?
Wir haben unsere Konzeption ein wenig geändert und werden ab diesem Jahr verschiedene Länder in den Mittelpunkt stellen. Anfangen werden wir mit Werken russischer Komponisten wie Tschaikowsky, Rachmaninoff oder der wunderbaren Sofia Gubaidulina, deren unvergleichliches Opus „Sonnengesang“ zu hören sein wird. Allerdings beenden wir das Konzert dann eher traditionell mit dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms. Für das Eröffnungskonzert ist es uns gelungen, den Windsbacher Knabenchor einzuladen, und zwar noch unter der Leitung des langjährigen Chorleiters Karl-Friedrich Beringer, der Ende des Jahres sein Amt niederlegen wird.
Bettina Sewald
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Immer wieder sonntags? (20.11.11)
Traditionell ist der Totensonntag in der evangelischen Kirche dem Gedenken der Toten vorbehalten, was sich im Konzertkalender meist in einer Vielzahl von Requien widerspiegelt. Beim Abschlusskonzert des Konzertzyklus Icking stellen wir dem Deutschen Requiem von Brahms diesmal einen lebensbejahenden und hoffnungsvollen Lobpreis gegenüber. Und zwar den Sonnengesag des Franz von Assisi, den er wahrscheinlich im Jahre 1225 verfasste, in der hochemotionalen Vertonung der nun 80-jährigen Sofia Gubaidulina. Presse
Requiem for the Unknown (16.10.11)
Anlässlich des 10. Jahrestages der Anschläge vom 11. September brachten wir Randall Svanes Auftragskomposition "Requiem for the Unknown" zur Uraufführung im Münchner Prinzregententheater. Mit der Unterstützung von den kongenialen Instrumentalisten Sebastian Klinger (Cello) und Ramón Ortega Quero (Oboe). Ein schmerzlich schönes Stück, doch auch voller Hoffnung. (SZ) Presse
Zeitreise auf Frauenchiemsee (12.07.11)
400 Jahre nach der Drucklegung erwecken wir Gesualdos Responsorien für den Karfreitag wieder zum Leben. In der liturgisch überlieferten responsorischen Weise mit einem rein männlich besetzten Chorsextett als Vorsänger tauchten wir ein in die archaisch wilde Musik. Ein großartiger Kontrast zur klangexplusiven Interpretation von Gubaidulinas Kompositionen für Bajan durch Elsbeth Moser und die Streicher des Kammerorchesters München. Presse
Ein Haufen Männer im Smoking (20./21.07.10)
Verdis Rigoletto stand bei den diesjährigen Festspielen im Schloss Herren-chiemsee auf der Wunschliste von Ljubka Biagioni. Und warum sollte sich der Kammerchor nicht auch mal in einer reinen Männerbesetzung präsentieren? Presse
Mit Zinken, Posaunen und Orgel (14.07.10)
Nach den begeisterten Rückmeldungen des letzten Jahres waren wir wieder eingeladen, ein Konzert bei den Herrenchiemsee-Festspielen zu gestalten. Im Münster Frauenchiemsee standen Schütz und Penderecki im Vordergrund. Dazu hatten wir uns kompetente Instrumentalgäste eingeladen. Presse
Ein königliches Vergnügen (24./25.07.09)
Ganz große Oper gab es an zwei warmen Sommerabenden im Spiegelsaal des Schlosses Herrenchiemsee. Mit unserer bisherigen Rekordbesetzung von 50 Sängerinnen und Sängern haben wir erstmals auch szenisch unser potential zeigen können. Mit großem Erfolg. Presse
Sonnengesang vor traumhafter Kulisse (16.07.09)
Unter dem Titel "Prophetiae Sibyllarum" gab der Kammerchor sein Debüt bei den Herrenchiemsee Festspielen. Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit, sodass der gewaltige Schlagwerkapparat, das Cello, 24 fantastische Sänger und unser Dirigent alles in trockene Tücher bringen konnten. Presse
Elias beim Ickinger Konzertzyklus (26.10.08)
Trotz größerer Personalnöte wegen zahlreicher Krankheitsfälle konnten wir beim Elias in Ebenhausen schließlich doch mit unserer "Wunschbesetzung" von 34 Leuten antreten, und der von Mendelssohn geforderten Dramatik in allen Schattierungen gerecht werden. Presse
Mozart in Ebenhausen (29.06.08)
Die Krönungsmesse und das Exultate Jubilate gab der Kammerchor in kompakter Besetzung zum Besten. Eine Wohltat, wenn man dabei auch bei den exponierteren Solopassagen auf die Erfahrung unserer exzellenten SängerInnen setzen kann. Dazu die unprätentiöse Begleitung des Münchner Mozart-Orchesters unter Philipp Amelung. Ankündigung
Orff on the dancefloor (12.10.07)
Von einer Kulisse wie bei einem Popkonzert kann man als Kammerchor wohl nur träumen. Für uns wurde das ganze wahr, als wir vor mehreren hundert ausgelassen tanzenden Partygängern Ausschnitte aus "Carmina Burana" erklingen ließen. Presse
Erfolgreiches Gastspiel in Brixen! (24.08.07)
Nach der erfolgreichen Premiere in München am 18. Juni wurde auch unser Auftritt in Brixen im Rahmen der Reihe "Musik und Kirche" von Publikum und Presse begeistert aufgenommen. Das Konzert wurde von RAI mitgeschnitten und ausgestrahlt. Hier gibts die Kritik.
Getrampel im Münchner Prinzregententheater! (18.06.07)
Mit stehenden Ovationen und lautem Getrampel verleitete das Publikum unseren Dirigenten nach gut 3 Stunden "Judas Maccabäus" noch zu einer Zugabe! Was hätte sich da besser angeboten als der berühmte "Tochter Zion"-Chor! Kritik
Mozarts Zeitgenossen auf CD (Herbst 06)
In Zusammenarbeit mit der Neuen Hofkapelle München ist bei ORF Edition Alte Musik die CD "Mozarts Gedaechtnis Feyer" erschienen. Mehr...