Judas Maccabäus im Dom zu Brixen (24. August 2007)
Kammerchor München, Neue Hofkapelle München
Andrea Lauren Brown, Annette Markert, Markus Brutscher, Thomas E. Bauer
Leitung: Philipp Amelung

 

Musik und Kirche: G. F. Händels Oratorium "Judas Maccabäus" im Dom zu Brixen
Eine Musik von theatralischer Kraft

Krieg und Frieden. Zwei Worte, die zueinander in einer unheilvollen Beziehung stehen und die die Geschichte aller Zeiten prägten. Zwei Worte, die auch heute ihre Inhaltsschwere nicht verloren haben und immer noch die Welt gestalten. Im Oratorium "Judas Maccabäus" von Georg Friedrich Händel geht es um den Kampf des jüdischen Volks gegen die Seleukiden.
Ein lebendiges Schauspiel ohne Bild, Bühne und Requisiten war die Aufführung, die im Rahmen von Musik und Kirche im Dom zu Brixen stattfand. Die Musik allein verfügt über theatralische Kraft, unterstreicht den gesungenen Text und illustriert mit einer vielschichtigen Ausdruckspalette das von Thomas Morell geschaffene Libretto.
Wem anders als dem Tenor kann man die Befreierrolle anvertrauen, der, fast die italienische Oper vorwegnehmend, sein Volk in die Freiheit führt und den Tempel von Jerusalem zurückerobert. Markus Brutscher schlüpfte in die Rolle des Judas und gestaltete seinen Part mit großer Stimme, sehr differenziertem Einsatz und einer stimmlichen Souveränität, der man bewundernd zuhörte. Annette Markert mit ihrer Altstimme hatte interessante Aufgaben, die sie zwar vokal gut, jeodch mit unruhig wirkendem Körpereinsatz umzusetzen wusste. Andrea Lauren Brown hat einen leichten und beweglichen Sopran, der man jede Koloratur anvertrauen konnte, die sie mit spitzbübischem Lächeln bewältigte. Ihre ausgestrahlte Heiterkeit schien allerdings nicht immer zum gesungenen Text zu passen. Thomas E. Bauer kann seiner schon beachtlichen Biographie wieder einen Erfolg beifügen, denn sein vokaler Einsatz hatte nicht nur hervorragende Qualität, sondern zeigte auch eine Vielseitigkeit in der klanglichen Umsetzung.
Diesem hervorragenden Solistenquartett war der Kammerchor München ein ebenbürtiger Partner, der geschmeidig, leicht und locker agierte und durch seine große Klangkultur den Abend bereicherte. Die Neue Hofkapelle München bestach durch einen lebendigen Streicherklang, der mal swingend, mal angriffslustig den Text durch die Kraft ihres Spiels unterstrich. Beeindruckend waren die Bläser, die zwar sehr sparsam zum Einsatz kamen, dann aber Schweres zu leisten hatten. Die beiden Hörner griffen geradezu mit schlafwandlerischer Richtigkeit nach langem Warten in das musikalische Geschehen ein, und die Trompeter leisteten mit ihrem eleganten und intonationssicheren Einsatz einen wertvollen Beitrag.
Über allem stand der Dirigent Philipp Amelung, der seine Musiker immer wieder zu lockerem und leichtem Spiel animieren konnte und für die Geschlossenheit und hohe Qualität der Aufführung verantwortlich zeigte.

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Immer wieder sonntags? (20.11.11)
Traditionell ist der Totensonntag in der evangelischen Kirche dem Gedenken der Toten vorbehalten, was sich im Konzertkalender meist in einer Vielzahl von Requien widerspiegelt. Beim Abschlusskonzert des Konzertzyklus Icking stellen wir dem Deutschen Requiem von Brahms diesmal einen lebensbejahenden und hoffnungsvollen Lobpreis gegenüber. Und zwar den Sonnengesag des Franz von Assisi, den er wahrscheinlich im Jahre 1225 verfasste, in der hochemotionalen Vertonung der nun 80-jährigen Sofia Gubaidulina. Presse

Requiem for the Unknown (16.10.11)
Anlässlich des 10. Jahrestages der Anschläge vom 11. September brachten wir Randall Svanes Auftragskomposition "Requiem for the Unknown" zur Uraufführung im Münchner Prinzregententheater. Mit der Unterstützung von den kongenialen Instrumentalisten Sebastian Klinger (Cello) und Ramón Ortega Quero (Oboe). Ein schmerzlich schönes Stück, doch auch voller Hoffnung. (SZ) Presse

Zeitreise auf Frauenchiemsee (12.07.11)
400 Jahre nach der Drucklegung erwecken wir Gesualdos Responsorien für den Karfreitag wieder zum Leben. In der liturgisch überlieferten responsorischen Weise mit einem rein männlich besetzten Chorsextett als Vorsänger tauchten wir ein in die archaisch wilde Musik. Ein großartiger Kontrast zur klangexplusiven Interpretation von Gubaidulinas Kompositionen für Bajan durch Elsbeth Moser und die Streicher des Kammerorchesters München. Presse

Ein Haufen Männer im Smoking (20./21.07.10)
Verdis Rigoletto stand bei den diesjährigen Festspielen im Schloss Herren-chiemsee auf der Wunschliste von Ljubka Biagioni. Und warum sollte sich der Kammerchor nicht auch mal in einer reinen Männerbesetzung präsentieren? Presse

Mit Zinken, Posaunen und Orgel (14.07.10)
Nach den begeisterten Rückmeldungen des letzten Jahres waren wir wieder eingeladen, ein Konzert bei den Herrenchiemsee-Festspielen zu gestalten. Im Münster Frauenchiemsee standen Schütz und Penderecki im Vordergrund. Dazu hatten wir uns kompetente Instrumentalgäste eingeladen. Presse

Ein königliches Vergnügen (24./25.07.09)
Ganz große Oper gab es an zwei warmen Sommerabenden im Spiegelsaal des Schlosses Herrenchiemsee. Mit unserer bisherigen Rekordbesetzung von 50 Sängerinnen und Sängern haben wir erstmals auch szenisch unser potential zeigen können. Mit großem Erfolg. Presse

Sonnengesang vor traumhafter Kulisse (16.07.09)
Unter dem Titel "Prophetiae Sibyllarum" gab der Kammerchor sein Debüt bei den Herrenchiemsee Festspielen. Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit, sodass der gewaltige Schlagwerkapparat, das Cello, 24 fantastische Sänger und unser Dirigent alles in trockene Tücher bringen konnten. Presse

Elias beim Ickinger Konzertzyklus (26.10.08)
Trotz größerer Personalnöte wegen zahlreicher Krankheitsfälle konnten wir beim Elias in Ebenhausen schließlich doch mit unserer "Wunschbesetzung" von 34 Leuten antreten, und der von Mendelssohn geforderten Dramatik in allen Schattierungen gerecht werden. Presse

Mozart in Ebenhausen (29.06.08)
Die Krönungsmesse und das Exultate Jubilate gab der Kammerchor in kompakter Besetzung zum Besten. Eine Wohltat, wenn man dabei auch bei den exponierteren Solopassagen auf die Erfahrung unserer exzellenten SängerInnen setzen kann. Dazu die unprätentiöse Begleitung des Münchner Mozart-Orchesters unter Philipp Amelung. Ankündigung

Orff on the dancefloor (12.10.07)
Von einer Kulisse wie bei einem Popkonzert kann man als Kammerchor wohl nur träumen. Für uns wurde das ganze wahr, als wir vor mehreren hundert ausgelassen tanzenden Partygängern Ausschnitte aus "Carmina Burana" erklingen ließen. Presse

Erfolgreiches Gastspiel in Brixen! (24.08.07)
Nach der erfolgreichen Premiere in München am 18. Juni wurde auch unser Auftritt in Brixen im Rahmen der Reihe "Musik und Kirche" von Publikum und Presse begeistert aufgenommen. Das Konzert wurde von RAI mitgeschnitten und ausgestrahlt. Hier gibts die Kritik.

Getrampel im Münchner Prinzregententheater! (18.06.07)
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Mozarts Zeitgenossen auf CD (Herbst 06)
In Zusammenarbeit mit der Neuen Hofkapelle München ist bei ORF Edition Alte Musik die CD "Mozarts Gedaechtnis Feyer" erschienen. Mehr...